Gespächskreis

Zum Gesprächskreis wird am 2. und 4. Dienstag im Monat eingeladen.
Von 19.30 - 21 Uhr treffen sich Interessierte im Gemeindehaus.



Prophetie 4 Jakob segnet seine Söhne


10.März 2026

Tageslosung
Herr, gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort. Apostelg. 4,29

Die Apostel Petrus und Johannes sind vor dem Tempel einem Gelähmten begegnet. Diesen über 40-Jährigen haben sie geheilt. Von den religiösen Führern wurden sie dafür zur Verantwortung gezogen, vor allem weil sie den Namen Jesus verbreitet haben. Ihnen wurde streng verboten, diesen Namen je zu erwähnen. Die Apostel setzen die Gemeinde darüber in Kenntnis. Die Gemeinde reagiert darauf mit einem Gebet: Herr, du hast Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht, du hast durch den Mund unseres Vaters David, deines Knechtes, durch den Heiligen Geist gesagt (Ps 2,1-2): »Warum toben die Heiden, und die Völker nehmen sich vor, was vergeblich ist? Die Könige der Erde treten zusammen, und die Fürsten versammeln sich wider den Herrn und seinen Christus.« Wahrhaftig, sie haben sich versammelt in dieser Stadt gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und den Stämmen Israels, zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss zuvor bestimmt haben, dass es geschehen sollte. Und nun, Herr, sieh an ihr Drohen und gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort. Strecke deine Hand aus zur Heilung und lass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus. Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimut.

Nicht Verzagtheit kennzeichnet diese Gemeinde, sondern Glaubensgewißheit. Sie will dranbleiben und das Wort Gottes weitersagen, unerschrocken, mutig und öffentlich. Gott bestätigt die Absicht mit einem Geisterweis. Der Raum erbebt. Die Christen werden mit dem Heiligen Geist erfüllt. Das Wort Gottes wird mit Freimut geredet. Die Kapitel danach belegen, dass die Christen sich nicht haben abschrecken lassen. Sie sind auch heutigen Christen und Gemeinden Vorbild und nachahmenswert.

L i e d : 399, 1 – 2 + 6 O Lebensbrünnlein

G e b e t

Prophetie 4 Jakob segnet seine Söhne

• Jakob ist alt geworden. Er stellt sich auf das Sterben ein. Wenn das Leben sich dem Ende naht, werden die irdischen Dinge beinahe belanglos.
• Die Winkelzüge, die hinterhältigen Pläne, die sein junges Leben geprägt haben – alles vergebliche Mühe. Was zählt, ist die Zukunft. Für ihn gibt es keine irdische Zukunft, aber für seine Söhne und Enkel.
• Zunächst segnet Jakob die Kinder von Josef: Manasse und Ephraim (1.Mose 48), dann ruft er seine Söhne zusammen und spricht über jeden Segens- und Verheißungsworte (1.Mose 49). Damit verhält er sich wie ein Prophet.
• Jakob trägt den Beinamen Israel. Damit steht er für das gesamte Volk, und seine Söhne repräsentieren die Stämme.
• Jakob ruft seine Söhne einzeln heran. Individuell geht er auf sie ein. Die ersten drei Söhne stellen das moralische Versagen des Volkes dar. Verdorbenheit und Gewalt kennzeichnen ihr Leben. Jakob nennt die Dinge beim Namen. Ruben hatte sich gar zu einer Nebenfrau seines Vaters gelegt (Kap. 35,22).
• Juda, der vierte Sohn, wird Träger der Verheißung. Das Königszepter wird aus diesem Stamm hervorgehen.
• Die nächsten Söhne stehen wiederum für den Abfall des Volkes.
• In der Not wird sich das Volk des Heils Gottes besinnen (dafür steht der Sohn Dan).
• Der Segen über Josef nimmt wieder mehr Platz ein. Aus Josef kommt der fruchtbare Zweig. Nicht nur ist er der Baum an der Quelle (V.22), sondern die Zweige wachsen über die Mauer. Deutung: der Messias kommt aus diesem Volk, zugleich erstreckt sich seine Wirkung über die Nationen.
• Doch er wird bekämpft werden, aber er bleibt dennoch gesegnet mit Segen vom Himmel.
• Juda und Josef sind Vorbilder von und für Christus.
• Jakob vergleicht Juda mit einem Löwen. In der Offenbarung des Johannes (5,5) wird Christus als Löwe aus dem Stamm Juda bezeichnet.
• Die Herrschaft des Messias wird sich über alle Völker erstrecken.
• Mit Benjamin, dem jüngsten, deutet Jakob den Sieg des Messias an.
• Unter prophetischem Gesichtspunkt in Bezug auf das Volk Israel aber auch auf die Weltgeschichte, ist dieses Kapitel folgendermaßen interpretiert worden:
- Ruben, Simeon und Levi: Geschichte Israels bis auf Christus. - Juda: Israel unter dem Segen Judas - die Zeit unter König David.
- Sebulon, Issaschar, Dan: Israel in der Zerstreuung. (durchaus bis zum Auftreten des Antichristen).
- Gad, Aser, Naphtali: Wiederherstellung, Überrest.
- Joseph, Benjamin: der Segen Israels
verkörpert in Christus im Tausendjährigen Reich.

Aussprache

• prophetische Aussagen sind eingetroffen.

• erinnert an das, was aktuell im Nahen Osten abgeht. • eine Blaupause für das, was kommt.
• Die heutigen Zionisten wollen das Kommen des Messias herbeizwingen.
• Einen Vortrag von Pfr. Alexander Schick gehört. Er beschäftigt sich mit archäologischen Ergebnissen in Israel. Auch er bestätigt, dass in Israel Kräfte darauf aus sind, den Tempel wieder aufzurichten.
• https://x.com/Donuncutschweiz/status/2029534767960781053
• Die hierzu erforderlichen Steine sollen schon irgendwo bereit liegen und gesammelt sein. Was den Bau noch verhindert ist, dass an der Stelle muslimische Heiligtümer stehen.
• Was den aktuellen Krieg gegen den Iran betrifft, habe ich das bisher so verstanden, dass der amerikanische Präsident Trump darauf aus ist, den Islam zu schwächen und nicht habe das mit dem Glauben zu tun.
• Doch, das hat mit dem Glauben zu tun. Islam, Glaube und Politik sind nicht zu trennen.
• Uns werden Geschichten erzählt. Es gibt mindestens eine weitere Geschichte dahinter, nämlich dass anderen Ziele verfolgt werden, als die, die vordergründig angeführt werden.
• Die Religion wird benutzt.
• Es geht um den Urkampf zwischen gut und böse, Teufel und Gott.
• Es wird Angst geschürt – der beste Helfer des Teufels.
• Die Feindschaft ist schon bei der Austreibung aus dem Paradies angelegt. Zur Schlange sprach Gott: „Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“

• Vers 10 – bis der komme, dem es gehört; andere Übersetzung: bis dass der Held komme; im Englischen steht da: Until Shiloh come; das ist angelehnt an das hebräische Original, in dem ein Schilo erwähnt wird (der mit Held wiedergegeben wird). Kann ein Bezug sein zum ersten Heiligtum in Silo, wo das heilige Zelt stand.

• Jakob spricht jeden seiner Söhne einzeln an; das erste jedoch ist die Aufforderung: Versammelt euch.
• Möglich, dass sie nebeneinander oder hintereinander standen und dann einzeln herbeigerufen wurden.
• Was über sie für die Zukunft gesagt wird, widerspiegelt sich in den weiteren Kapiteln.
• Von den Söhnen Josefs kommen berühmte Nachfolger: Josua, Gideon.
• Juda ist ein Vorfahre von David.
• Dem Messias werden die Völker anhangen. Das ist den Leuten im AT nicht immer bewußt gewesen.
• die Geschichte wäre vielleicht anders verlaufen, wenn dies im Bewußtsein Israels stärker verankert gewesen wäre.
• Mit den Fremdlingen war das durchaus im Bewußtsein.
• Wenn man es vom Religiösen abkoppelt, gibt es auf anderen Ebenen Probleme. Wenn einer sich hinstellt und sagt: Ich bin der Größte, ihr seid nichts. Das führt auch in Familien zu Problemen.
• Die Juden bestehen darauf, dass sie die Wahrheit haben. Ich habe minimale Erfahrung mit Juden, doch wenn ich Juden begegnet bin, dann habe ich sie immer als stolze Menschen erlebt. An der Haltung kann man sie schon erkennen.
• Ich finde es gut, wenn Menschen Haltung haben, wenn es aber gepaart ist mit „Ich bin besser“, wird es problematisch.
• Versöhnung ist möglich. Beispiel: Jehudi Menuhin spielt zusammen mit Karajan Geige. Über die Musik Versöhnung. Menuhin, der Jude und Karajan, der Mitglied in der NSDAP war.
• Man kann schon neidisch sein, wenn man bedenkt, wie sehr jüdische Köpfe das letzte Jahrhundert geprägt haben (Musik, Wissenschaft, Erfindungen…)
• Neid ist kein gutes Motiv.
• Nach seinen Worten an seine Söhne ist Jakob gestorben. Er ist 147 Jahre alt geworden.

L i e d : 97, 1 – 2 + 5 – 6 Holz auf Jesu Schulter

Vaterunser

nächstes Treffen am Dienstag, 24. März, 19.30 Uhr