Gespächskreis

Zum Gesprächskreis wird am 2. und 4. Dienstag im Monat eingeladen.
Von 19.30 - 21 Uhr treffen sich Interessierte im Gemeindehaus.



Prophetie Jesaja 6 Die Berufung zum Propheten


12.Mai 2026



Tageslosung
Der Herr wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmäht ihr Gebet nicht. Psalm 102,18

Der Vers gehört zum 5.Bußpsalm. Er soll gesprochen werden von dem, der verzagt ist. Er soll lernen, sich mit seiner Klage an Gott zu wenden. Der Geplagte lernt, den in den Blick zu nehmen, der helfen kann. Jedoch ist er auch der Gott, der niederwirft, der das Leben verkürzt und beendet.
Dennoch kann der Beter feststellen, dass der Herr auf das Gebet hört. Das macht ihm Mut und stärkt ihn. Das ist Glaubenserfahrung, die bis heute den Glaubenden und Betenden prägt. Es gibt keine treffendere Adresse für den Beter – sowohl in der Not als auch in der Freude.

L i e d : 423, 1 – 2 + 6 Herr, höre, Herr, erhöre

G e b e t

Prophetie Jesaja 6

• Um das Jahr 740 v.Chr. ist der König Usia gestorben. In jenem Jahr wurde Jesaja zum Propheten berufen. In einer großartigen Vision wird er für den Dienst vorbereitet.
• Die Schilderung dessen, was er sieht und erlebt, soll die alles überragende Souveränität Gottes betonen.
• Eine ganz andere Welt. Eine sehr reale Welt, die sich sonst den Blicken entzieht. Für Jesaja geht der Vorhang für eine Weile zur Seite.
• Was er erlebt, haut ihn regelrecht um. Er erkennt, wie klein er ist. Er nimmt wahr, dass er Sünder ist.
• Die Heiligkeit Gottes überragt alles. Selbst die feurigen Wächter der Heiligkeit Gottes wagen es nicht, diese Herrlichkeit zu betrachten. Sie bedecken ihr Angesicht. Dabei rufen sie sich gegenseitig das „Heilig, heilig, heilig“ zu. In solcher Anbetung und Ehrfurcht sind sie sich einig: Gott allein gebührt die Ehre.
• „Alle Lande sind seiner Ehre voll“ – das ist mitnichten die Wirklichkeit, nicht einmal bei Israel, wie das 5. Kapitel belegt. Aber es wird einmal dazu kommen. Daher singen die Seraphim prophetisch.
• Jesaja erkennt und muß zugeben, dass er zum sündigen Volk gehört. Auch ihn trifft das Gericht.
• Doch Sündenerkenntnis ist bereits der Anfang für die Vergebung. Jesaja wird entsühnt, versöhnt. Feuer reinigt. Durch das Berühren seiner Lippen mit einer Kohle vom Räucheraltar wird er für seinen Dienst qualifiziert.
• Jesaja ist für die Aufgabe bereit. Doch nun muß er erschreckt vernehmen, daß er Gericht zu verkündigen hat. Er muss zu „diesem Volk“ gehen und ihnen das Gericht der Verhärtung ankündigen. Gott bezeichnet Israel hier nicht mehr als „sein Volk“. Zu groß ist der Abfall. Das Gericht ist nicht aufzuhalten.
• Wie lange soll das anhalten?
• Bis zur Zeit Jesu, in der Zeit der Mission durch die Apostel, ja bis heute ist Verhärtung und Verstockung festzustellen. Menschen hören die Botschaft, aber sie verstehen die geistliche Bedeutung nicht.
• Dennoch ein Rest bleibt übrig. Der gilt als „heiliger Same“. Für diesen Rest überträgt Gott seine Heiligkeit auf diesen.
• Der heilige Same ist zum einen Christus und sind zum anderen die, die an ihn glauben.

A u s s p r a c h e

• Ich finde gut, dass Jesaja erkannt hat, daß er Sünder ist. Heute ist es so, dass viele ihre Fehler nicht erkennen.
• Die Heiligkeit Gottes ist das Thema. Wir sind hierfür nicht gut genug. Dennoch gut, daß wir vor Gott treten können.
• Gott verstockt. Haben wir dann überhaupt eine Chance, zu Gott zu finden?
• Wenn Israel hören soll und doch nicht versteht, kann es dann etwas dafür?
• Wenn Gott das mit mir macht – dann bin ich schlecht dran. Das hat mich schon immer beschäftigt.
• Ich mache immer wieder die Erfahrung, wie Menschen sich bei Glaubensfragen verstocken.
• Auf Israel bezogen, muß man das Kapitel davor sehen und den Gesamtzusammenhang. Gott hat immer wieder eingeladen. Israel hat den Gehorsam verweigert. Jetzt ist eine Linie erreicht, dass Gott selbst eine Sperre einbaut.
• Gott gibt Jesaja eine unlösbare Aufgabe – das macht doch depressiv.
• Wir sind heute in ähnlicher Phase – die Menschen wenden sich anderen Göttern zu, sind verstockt.
• Manches ist aus dem Ruder gelaufen. Gott läßt die Menschen sich tiefer verstricken.
• Wenn Theologen sagen, die Bibel sei heute kein Maßstab, dann folge ich nicht mehr.
• Es gibt Menschen, die sagen von sich, daß sie glauben, aber sie verweigern sich der Gemeinschaft und stellen sich nicht unter das Wort.
• Diese Tage bei einer Begegnung sagt die Person, sie sei mit der Musik in vielen Gemeinden unterwegs. Sie beklagte die flachen Predigten. Ich habe sie eingeladen, in Süderhastedt zum Gottesdienst zu kommen, da wird nicht seicht gepredigt. Es ist schon erstaunlich, daß solche Leute dann doch nicht erscheinen.
• Wenn am letzten Sonntag jemand ganz neu im Gottesdienst gewesen wäre, hätte er es bei den ersten drei Liedern schwer gehabt. (467; 296, 228)
• Wenn man die Melodie nicht kennt, kann man sich auf den Text konzentrieren.
• Es ist nicht so, daß bei Popularmusik mehr Leute die Gottesdienste bevölkern würden.
• Die Verstockung heute hat bestimmt nicht mit den Liedern zu tun.
• Es geht um die Heiligkeit Gottes, das aber haben die Leute nicht geschnallt, oder sie haben unbewußt das Gespür, daß sie sich damit einer Gefahr aussetzen.
• Ich erlebe bei Lobpreisgottesdiensten, daß es so präsentiert wird, als wären alle schon im Himmel oder kämen gewiß dahin.
• Die Ernsthaftigkeit ist verloren gegangen.
• Ich weiß nicht, wohin ich kommen werde.
• Habe ich das richtig verstanden: Du weißt nicht, ob du in den Himmel kommst?
• Glaube und Leben müssen übereinstimmen.
• Mit deinen Sünden kannst du zu Jesus gehen. Der Herr schaut ins Herz.
• Es ist wie bei Jesaja, es gibt auch für den Gläubigen Momente, da erschrickt er und ruft: Weh mir, ich vergehe. Da meint man, verdammt zu werden. Aber dann flüchtet der Gläubige zu eben dem Gott, der vergibt und versöhnt.
• Ich denke, es ist ein Unterschied von Jesaja zu uns. Wir wissen um Jesus. Wenn wir unsere Sünden bekennen, nimmt Gott uns mit Freuden an.
• Das letzte Wort hat immer noch Gott. Er entscheidet, ob er vergibt.
• In Jesus hat er entschieden, zu vergeben. Das ist der Halt, den wir haben.
• Was er an uns angefangen hat, wird er an uns vollenden.
• Das Ende des Kapitels bietet eine positive Aussicht. Ein Stumpf bleibt, der wird als heiliger Same bezeichnet.
• Gott wollte Israel auf dem Weg ins Gelobte Land einige Male platt machen. Mose hat sich im Gebet für das Volk eingesetzt.
• Stumpf – auch heute? Ja! Macht das Hoffnung?
• Christen und Gemeinden, die sich zu Jesus bekennen, sind solch ein Stumpf.
• Es geht den Leuten wohl noch immer zu gut.
• Sollte man sich Gottes nur besinnen, wenn es einem schlecht geht?
• Es gibt doch so viel Grund und Anlaß, Gott zu loben und zu danken.
• Menschen haben Sehnsucht nach Gemeinschaft. Meine Erfahrung: es bilden sich kleine Gruppen. Dabei besteht die Gefahr, daß Irrlehre gepflegt wird. Der eine sagt: Der Geist hat mir eingegeben; der andere sagt: Der Geist hat mir gesagt. Dabei habe ich festgestellt, daß beide sich widersprochen haben. Das kann doch dann nicht der Heilige Geist sein, denn der widerspricht sich nicht.
• Diejenigen, die dort mitmachen, erkennen den (menschlichen) Widerspruch nicht. Wir werden diese Leute von dort nicht herausbekommen.
• Es heißt doch, am Wort (an der Bibel) zu überprüfen und beurteilen.
• Gott läßt Menschen und Gemeinschaften in die Irre laufen.
• Wenn etwa Gemeinden Gottesdienste zum Christopher Street Day anbieten, ist das eine Irrlehre und Entfremdung von Gott. Das ist ein Beispiel für Verstockung.
• Man will damit beeindrucken. Es geht dann nicht um Gottes Wort.
• An allen Ecken und Enden Orientierungslosigkeit.
• V.10: Verfette (Verstocke) das Herz dieses Volks und ihre Ohren verschließe und ihre Augen verklebe, dass sie nicht sehen mit ihren Augen noch hören mit ihren Ohren noch verstehen mit ihrem Herzen und sich nicht bekehren und genesen.
• Verfetten – passender Begriff dafür, wie Wohlstand verblenden kann.
• Die Hoffnung hat man doch, daß bei dem einen oder anderen die Saat aufgeht.
• Auch Jesaja hat seinen Dienst ausgeführt. Er hätte sagen können: Wofür denn, wenn sie es eh nicht annehmen?
• Mein Gartenzwerg ist entwendet worden. Habe ein Bild von ihm an die Stelle, wo er stand, gesetzt mit dem Aufruf, ihn wiederzubringen und den Text „Der Herr liebt ehrliche Menschen“. Das kann dazu führen, dass man mit Menschen über den Glauben ins Gespräch kommt.

• Zurück zur Heiligkeit Gottes und diese andere große Dimension.
• Heilig, heilig, heilig – Hinweis auf die Dreieinigkeit Gottes.
• Aber heute sind die Lande nicht seiner Ehre voll. Dabei sollte es um die Ehre Gottes gehen.
• Wie bekommen wir es hin, daß in unseren Gemeinden und der Kirche die Ehre Gottes wieder wichtig wird?
• Wir können auf unserem Platz unser Bestes geben.
• Wir sind schnell dabei, zu klagen. In anderen Ländern kommen viele zum Glauben – in der Not, in der Verfolgung. Wir sollen auch dann nicht verzweifeln, wenn es hier weniger wird. Vielleicht hat Gott es gewollt, daß es so ist, wie es ist.
• In der Kirche ist vieles profan geworden.
• Eine andere Vorgehensweise ist, gegen Irrlehre sich zu positionieren.
• Gott kann im Himmel nur die gebrauchen, die fest zur Sache stehen.

L i e d : 636, 1 - 5 Des Tages Glanz erloschen ist

G e b e t Vaterunser

nächstes Treffen am Dienstag, 26. Mai, 19.30 Uhr