Gespächskreis
Zum Gesprächskreis wird am 2. und 4. Dienstag im Monat eingeladen.
Von 19.30 - 21 Uhr treffen sich Interessierte im Gemeindehaus.
Prophetie: Viele Gaben - Erbauung der Gemeinde
06.Okt. 2026
Tageslosung
Laß mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich.
Psalm 25,20
Es gibt einige Dinge in unserem Leben, da haben wir uns nicht bewährt. Da haben wir regelrecht versagt.
Da standen wir nicht gerade gut da, weder vor uns selbst noch vor anderen noch vor Gott.
Regelrecht zuschanden geworden.
Solche Erfahrung zieht runter, macht klein, mutlos, raubt Kräfte.
Ganz anders, wenn man ein Strahlemensch ist, wenn man Erfolge aufweisen kann, wenn man alles richtig gemacht hat. Das stärkt das Selbstbewußtsein, man kann sich auf sich selbst verlassen.
Es ist David, der diesen Psalm betet. Der große König David, der durchaus Großes geleistet hat, kennt dann aber auch Zeiten, in denen er drohte zuschanden zu werden.
Viel Feind – viel Ehr. Aber auch Rückschläge, Kummer und Schwäche. Der große König David hat auch große Sünden begangen. Er hatte dann aber auch die Größe, sie zuzugeben und Zuflucht bei Gott zu suchen. Er ist sich seiner Kleinheit bewußt – vor Gott allemal.
Sein Gebet beginnt er mit dem Satz: „Nach dir, HERR, verlangt mich. Mein Gott, ich hoffe auf dich; laß mich nicht zuschanden werden, daß meine Feinde nicht frohlocken über mich.“
Am Ende wieder: „Laß mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich.“
Größe und Schwäche – beide in Beziehung zu Gott bringen. Das dürfte dafür sorgen, daß keines von beiden Übergewicht bekommt. Das Selbstbewußtsein bleibt im Lot, weil das Vertrauen auf den gerichtet ist, der über einem steht.
L i e d : Nach dir, o Herr, verlanget mich
G e b e t
Prophetie 13 Viele Gaben – Erbauung der Gemeinde
- Engel verkündigen den Willen Gottes. Sie bringen gute Botschaft. Nun aber hat Gott festgelegt, daß das Evangelium in der Welt vor allem durch Menschen zu Menschen getragen wird.
- im Hohelied der Liebe, 1.Korinther 13, nennt Paulus die Rede der Engel und die Rede des Menschen in einem Atemzug. Beide wiederum werden relativiert im Hinblick auf die Liebe. Ohne den Bezug zur Liebe verlieren beide an Wert.
- Offenbarungen aus der höheren geistigen Dimension können einen umhauen. Plötzlich sieht man die Wirklichkeit in einem anderen Licht. Menschen können großartige Reden halten, die andere mitreißen und eine ganze Bewegung in Gang setzen.
Wenn beides mit Liebe gewürzt ist, steht es um die Sache gut; aber wenn die Liebe fehlt?
- Der Apostel stellt nüchtern fest: „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so daß ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.“
- Harter Tobak. Viel Tam-Tam, aber ohne ewigkeitlichen Wert. Geschepper, das Krach macht und auch Wirkung zeigt, aber Ende: Was bleibt?
- Das Kapitel, das Reden mit Menschen- und mit Engelzungen, ist eingerahmt von zwei Themen, die wiederum an der Liebe gemessen werden. In Kapitel 12 geht Paulus auf die verschiedenen Gaben in der Gemeinde ein und betont, daß sie der Einheit des Leibes zu dienen haben. In Kapitel 14 thematisiert er die Zungenrede als Gabe, die in jener Gemeinde eine besondere Rolle eingenommen hatte. Wiederum knüpft er beide an die Liebe. Nur die Liebe zählt, mit ihr zählt dann auch das eine und das andere.
- Wir lesen:
1.Korinther 12, 27 – 31: 27 Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ein Glied.
28 Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann gab er die Kraft, Wunder zu tun, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede. 29 Sind sie denn alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? Haben sie alle die Kraft, Wunder zu tun, 30 haben sie alle Gaben, gesund zu machen? Reden sie alle in Zungen? Können sie alle auslegen?
31 Strebt aber nach den größeren Gaben! Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen.
1.Korinther 14, 1 – 4: 1 Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber darum, dass ihr prophetisch redet! 2 Denn wer in Zungen redet, der redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht ihn: im Geist redet er Geheimnisse. 3 Wer aber prophetisch redet, der redet zu Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung. 4 Wer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde. 5 Ich möchte, dass ihr alle in Zungen reden könnt; aber noch viel mehr, dass ihr prophetisch redet. Denn wer prophetisch redet, ist größer als der, der in Zungen redet; es sei denn, er legt es auch aus, auf dass die Gemeinde erbaut werde.
- der bessere Weg ist die Liebe. Sie erbaut – den Einzelnen und die Gemeinde.
Aussprache
- 14,4 – Zungenrede - sich selbst erbauen; auf der anderen Seite die Gemeinde bauen. Mit Liebe ist wohl gemeint, daß ich jemanden liebe, weil ich Gott liebe. Der Beweggrund soll bestimmen.
- daß ich fähig bin zur Liebe ist Erweis dafür, daß ich von Gott geliebt bin.
- Was ist das für eine andere Liebe?
- der Ursprung sollte die Liebe zu Gott sein.
- Aber dann ist die Frage: Kann ich mir vornehmen, zu lieben, oder ist mir das gegeben?
- Wie der Glaube auch. Gabe.
- Wenn ich nur von meiner Liebe ausgehe, kann ich Menschen, die mir nicht liebenswert erscheinen, nicht lieben.
- Oder ich kann ihm etwas Gutes tun. Liebe ist etwas höher.
- Den anderen verstehen, warum er so ist.
- Agape – diese Liebe kann man haben, empfinden, auch gegenüber dem Feind.
- Aber den Feind darf ich trotzdem kritisieren.
- Auch den Freund.
- Wie soll es bei Menschen funktionieren, wenn es selbst bei Engeln nicht klappte – siehe Luzifer, der aus dem Himmel vertrieben wurde.
- die gleiche Prüfung, die die Engel hatten, haben wir auch.
- Wie komme ich nun zu der Liebe? Ich kann mir Taten vornehmen, aber kann ich mir eine Geisteshaltung vornehmen?
- Haben wir nicht schon mit der Geburt ein wenig Liebe in uns?
- Liebe nicht auf Gefühl reduzieren. Liebe ist Haltung, bedeutet Annahme.
- So geht Gott ja auch vor. Er liebt uns, gleichwohl wir nicht immer liebenswert sind.
- Wenn wir dazu fähig sind, kommt das aus dem Wort Gottes.
- Habe vor einiger Zeit eine Predigt gehört: Wenn ich gute Sachen tu und sie haben keinen Gottesbezug, bleiben sie tönern.
- Dennoch kann dem anderen damit geholfen sein.
- Kann auch sein, daß dadurch etwas in Gang kommt.
- Jesus hat uns vieles vorgelebt. Ich bin bestrebt, nach den 10 Geboten zu leben, nach dem, was Jesus durchgemacht hat.
- Unlängst hat jemand gefragt: Warum läßt Gott dies und das zu? Antwort: Leben die Menschen nach dem Willen Gottes?
- Man sucht nach einem Schuldigen.
- Wir machen es uns zu einfach: der ist schuldig und jener ist schuldig – und ich bin außen vor. Dabei waren und sind wir oft Nutznießer. Kann nicht Gott verantwortlich machen, Menschen schaffen Umstände.
- Viele Fehler, die Menschen machen, fallen auf sie selbst zurück.
- Selber aktiv werden, kann verändern.
- Mir fällt der barmherzige Samariter ein. War das nicht einer, der die Hilfe aus Liebe zu Gott getan hat?
- Wurde jedenfalls so ausgelegt, auch wenn das nicht vordergründig seine Motivation war.
- Manchmal tue ich etwas Gutes – und dann ist es doch verkehrt.
- Gut gemeint ist nicht immer gut getan.
- Glaube, Hoffnung, Liebe gehören zusammen. Hier gibt es eine innere Verbindung.
- Ich komme auf einen anderen Punkt: der Leib Christi, Gemeinde bauen. Also es geht in der Gemeinde nicht um alle Menschen. Um den mystischen Leib.
- Sprachenrede/Zungenrede: Es ist blöd, wenn man da sitzt und nichts versteht.
- Andrerseits: Man kann dieselbe Sprache sprechen und trotzdem die Sache nicht verstehen.
- Paulus macht deutlich, daß die Zungenrede für die eigene geistliche Reifung wichtig ist, aber wenn es um die Gemeinde geht, soll es verständlich bleiben.
- Dem Apostel liegt daran, daß es ordentlich zugeht. Sowohl auf diesem Gebiet als auch beim Abendmahl muß es mitunter bunt zugegangen sein.
- Interessant, daß das Phänomen nur in Korinth aufgetreten ist.
- Die Zungenrede birgt auch deshalb Gefahren, weil der Verstand (das logische Denken) dabei sozusagen ausgesetzt wird. Die nüchterne Unterscheidung ist dann nicht gegeben. Es können sich Kräfte aus der dunklen Welt einmischen und sich als Engel ausgeben. So kann es passieren (ist wohl auch schon), dass Gott nicht gelobt, sondern Jesus geflucht wird)
- 1.Kor. 13: „Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird.“ Zungenrede hört auf, selbst prophetische Rede und Erkenntnis. Hinweis auf die Vollendung. Dann wird nur noch die Liebe zählen.
- Diese Gaben können gegebenenfalls die Eitelkeit streicheln, der Selbstprofilierung dienen. Die Liebe hingegen tut es nicht, sie ist nicht darauf aus, sondern will dienen.
- Bleiben tut die Liebe. Aber auch Glaube und Hoffnung.
- Was ich an der Zungenrede verstehen könnte ist, daß Gott damit umgehen kann. Er versteht den so Redenden, auch wenn es nicht elegant formuliert ist.
- Mir fallen Behinderte ein, die nicht deutlich reden können, aber tiefes Gottvertrauen haben.
- Es geht darum, daß in der Gemeinde eine gewisse Ordnung sein soll.
- Alle diese Dinge sind geeignet, für Unfrieden zu sorgen. Hingegen soll in der Gemeinde Frieden herrschen. Und dazu bedarf es einer bestimmten Ordnung in der Gestaltung des Gemeindelebens. Der Apostel mahnt: „Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.“ (1.Kor. 14,33)
- In Korinth als Hafenstadt waren wohl viele Sprachen üblich. So auch in der Gemeinde. Kann mir lebhaft vorstellen, wie es im Gottesdienst zuging.
- beides gab es wohl in Korinth: Zungenrede (Brabbeln) und Sprachenrede (Fremdsprachen).
- Die Sprachenrede steht auch für den Wunsch nach Überwindung der Sprachenverwirrung von Babel (1.Mose 11).
- Ich war mal in Wales. Vom Gebet auf walisisch habe ich nichts verstanden: Was ich aber begriffen habe, war die Innigkeit des Gebets.
- Es ist ein Phänomen, wie Sprachen entstanden sind. Man muß sich ja in einer Konvention darauf geeinigt haben, daß ein Objekt so und so bezeichnet wird.
- Zurück zur Gemeinde, in der es ordentlich und im Frieden zugehen sollte. Eine gewisse Einheitlichkeit in der Gemeinde ist wichtig.
- Das gilt auch allgemein im Leben und in der Gesellschaft.
- Hier aber bezogen auf die Kirche Gottes. Sie ist nicht nur ein mystisches Ding, sondern eine Gemeinschaft, die eine Form haben muß.
- Kirche auf Erden muß erkennbar sein.
- Es hilft schon für den Gottesdienst, wenn bekannte Elemente vorhanden sind und wiederkehren.
- hierbei hilft etwa die Liturgie.
L i e d : 401, 1 – 2 + 4 Liebe, die du mich zum Bilde
G e b e t
nächstes Treffen am Dienstag, 27. Okt. 19.30 Uhr