Gespächskreis

 Zum Gesprächskreis wird am 2. und 4. Dienstag im Monat eingeladen.
Von 19.30 - 21 Uhr treffen sich Interessierte im Gemeindehaus.

Zur Zeit wird das Buch des Propheten Sacharja durchgenommen.














Sacharja12-2019.pdf

Sacharja13f-2019.pdf


Gesprächskreisabend am 12.02.2019


Tageslosung Bei dir, Herr, unser Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung. Daniel 9,9
Der Vers gehört zum Bußgebet des Propheten Daniel. Daniel studiert die alten Bücher und erkennt, wie das Volk immer wieder gegen Gott gesündigt hat. Die Strafe der Verbannung war nur gerecht. Der Prophet kann zu keiner anderen Erkenntnis kommen. Doch zugleich bekennt er die Barmherzigkeit Gottes. Die Strafe soll nicht für immer sein. Vergebung ist in Sicht – und auch Wiederherstellung. Wohl auch die Strafe geschah aus Barmherzigkeit. Sie soll zur Umkehr führen, ins Gebet treiben und von Gott das erwarten, was Götzen nicht geben können. Daniel betet und bekennt fürs Volk. Auch wir sprechen im Gottesdienst im Plural. So gesehen sind die anderen, die abwesend sind, doch auf eine Art anwesend. Wir glauben persönlich und individuell und auf eine Weise auch stellvertretend. Stellvertretung ist ein nächster Begriff, der in der Bibel eine wichtige Rolle spielt. In einer weiteren Vision wird dem Propheten das Kommen eines Gesalbten angekündigt. In unserem Verständnis ist dieser Gesalbte Jesus, der die Barmherzigkeit und Vergebung Gottes verkörpert, der für unsere Sünden stellvertretend stirbt.

L i e d : 355, 1 - 5 Mir ist Erbarmung widerfahren

G e b e t

Sacharja, Kapitel 13 - 14

o Gott macht allem Götzendienst ein Ende. Israel wir gereinigt.
o Jerusalem – eine offene Quelle.
o In Kap. 12 ging es um den Durchbohrten. Er ist gleichsam der Anfang für die Reinigung. Jetzt ist es das Wasser (Wort Gottes), durch das die fortlaufende Reinigung geschieht.
o Wird hier die Zeit des 1000-jährigen Reiches geschildert?
o Sodann kommt wieder der Messias in den Blick, der in Niedrigkeit in diese Welt kommt, hier im Bild des Ackermanns. Der Messias nimmt die Gestalt an, aus der auch Adam gemacht ist. Adam – adamah – Erde – Erdling. So solidarisiert sich Gott mit seinem (gefallenen Ebenbild).
o Schlagen werden ihn die, die ihn eigentlich lieben.
o Zwei Drittel des Landes gehen unter, das weitere Drittel muß durch schwere Prüfungen hindurch. Das geläuterte Volk wird sich zu seinem Gott bekennen.

o Kap. 14 geht auf die Wiederkunft des Messias ein. Vorher wird Jerusalem belagert und geplündert.
o Geologische Veränderungen werden die Wiederkunft des Messias begleiten.
o Das Kommen des Herrn ist das Ende der Drangsalszeit.

o Der Messias erscheint auf dem Ölberg, just da, wo Jesus von seinen Jüngern Abschied genommen hat.
o In der größten Finsternis wird das Licht Gottes erstrahlen.
o Jerusalem wird zur religiösen Metropole der Welt.
o Die Völker, die sich gegen Jerusalem gewandt haben, werden gerichtet.
o Die verbleibenden Nationen, die das Gericht überleben, werden nach Jerusalem hinaufgehen und den Herrn der Heerscharen anbeten. Wenn sie diesem Dienst der Anbetung nicht nachkommen, werden sie bestraft werden.
o Das Laubhüttenfest steht als Sinnbild für die Vollendung.

A u s s p r a c h e

- Hab mal in der Schmiede gearbeitet, dort gibt es auch Gericht. Das Eisen wird heiß gemacht, um geformt zu werden. Wenn Gott uns richtet, hat er die Absicht, uns wieder brauchbar zu machen, uns gerade zu biegen.
- Gericht hört sich grausam an.
- Ich habe die Worte auch mit Graus gelesen. Man könnte doch jemanden auf die richtige Bahn bringen mit Liebe, ohne Gewalt anzuwenden.
- Aber das mit der Liebe hat nie geklappt. Siehe Gottes Volk, das eigene Wege gegangen ist.
- Ist heute auch nicht anders.
- Aber Gottes Gericht ist immer auch Liebe. Siehe auch Noahs Zeit. Es gab Riesen, die Sünde hatte überhand genommen. Wenn Gott nicht gerichtete hätte, gäbe es heute keine Menschen mehr. Wenn Adam und Eva nicht aus dem Paradies geschmissen worden wären, hätten sie vom Lebensbaum gegessen und hätten ewig gelebt, und zwar im sündigen Stand.
- Er muß sortieren. Damit die Guten überleben können.
- Die Guten sind gut, weil sie die Wahrheit anerkannt haben. Wenn man mit einem Magnet in den Nähe von Eisenspänen kommt, werden sie aufgerichtet. Es gibt auch ein Aufrichten im Gericht.
- Ein Drittel wird gerettet, die anderen sind verloren
- Ganz schön hart. Man kann sich nur wünschen, zu den Geretteten zu gehören.
- Kann man jetzt schon entscheiden.
- Paulus war traurig darüber, daß Israel den Messias Jesus nicht angenommen hat. In dem Zusammenhang äußerte er: „Ich selber wünschte, verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder, die meine Stammverwandten sind nach dem Fleisch“ (Röm. 9,3)
- Wir werden verwundert sein, wenn wir alles treffen.
- Wir sind alles Bagaluten, die Guten brauchen nicht Gottes Gnade.
- Es hat einer gesagt: Im Himmel werde ich mich über dreierlei wundern: 1. daß solche dort sind, von denen ich das nicht erwartet habe; 2. daß solche dort nicht sind, von denen ich das erwartet habe; 3. daß ich selber dort bin.
- Ich kann es nur hoffen, daß ich da bin.
- Man kann es wissen – mit der Bibel.
- Wenn ich ernsthaft in den Spiegel schaue, erkenne ich, daß ich nicht dahin passe.
- Gott sieht Jesus, und wenn der sich vor uns stellt, haben wir gewonnen.
- Wir dürfen es wissen.
- Es gibt Heilsgewißheit.
- Hebr. 11,1: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ Glaube ist vertrauen, daß Gott mich liebt.
- Davon darf ich ausgehen.
- Er hat sich geheiligt, damit wir heilig sind. Wenn er uns als heilig ansieht, können wir ihm glauben.
- Epheser 1,7: „In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade“ und Epheser 2,8-9: „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.“
- Wenn ich dem Wort Gottes vertraue, bin ich gerettet. „Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet.“ (Röm. 10,10)
- Wenn wir an die 10 Jungfrauen denken, die haben alle geglaubt, aber nur fünf wurden gerettet.
- Das soll sich auf Israel beziehen. Wenn jemand ein Opfer brachte, hat der Priester auf das Opfer geschaut und nicht auf den Opfernden. Das Opfer musste vollkommen sein. Jesus ist das wahre Opfer.

- Was für eine Rettung ist hier gemeint? Einiges erinnert an die Offenbarung des Johannes. Ist wirklich dasselbe gemeint? Ist Israel gemeint, oder kommen auch wir vor?
- Jesus verteidigt sein Volk, nachdem wir entrückt sind.
- Was die Entrückung betrifft, gibt es drei Erklärungen: prä-tribulation (Entrückung vor der großen Trübsal), post-tribulation (Entrückung nach der Trübsal) und mitten-tribulation (Entrückung während der Trübsal). Für jede Erklärung können Bibelstellen herangezogen werden.
- In welcher Zeit leben wir?
- Entrückung am Ende der Gnadenzeit.
- Es kommen Leute zum Glauben nach der Entrückung, also in der Trübsalszeit.
- Wichtig ist nicht, daß wir die Zeit wissen (die Wiederkunft Jesu kann eh nicht datiert werden), sondern zu beherzigen, was der Herr sagt, nämlich: Wachet!

- Jesu Füße auf dem Ölberg. Am Ende des 1000-jährigen Reiches.
- Nein vorher. Vor der Schlacht bei Harmageddon.
- Es gilt die Bibel im Zusammenhang lesen. Die Bibel legt sich selbst aus. Sacharja geht nicht auf alles ein. Einige Punkte finden sich in anderen biblischen Büchern. Dann ergibt sich ein Ganzes.
- Ist der Ölberg in der Verlängerung des Jordangrabes?
- Der Ölberg ist über 800 m hoch. Ein Höhenzug.
- Ein Kilometer von Jerusalem weg.
- Die Bibel ist wahr und die Bibel wird wahr. Die Prophezeiungen erfüllen sich.
- Und viele sind schon erfüllt.
- Darüber gibt es Streit. Soll sie historisch kritisch ausgelegt werden oder soll sie wörtlich genommen werden? Die historisch-kritische Methode verfrachtet vieles in den Bereich der Märchenwelt und Sagen.
- Jesus hat Gleichnisse erzählt, damit wir das verstehen. Wörtlich nehmen ist nicht immer angebracht.
- 14,9: „Der HERR wird König sein über alle Lande“. Es gibt doch die Hoffnung, daß Gott sich den Menschen zeigen wird, daß ER der einzige ist, auch denen, die das heute nicht wahrhaben wollen. Häufig wünschen wir uns, daß Gott sich mehr zeigt, doch mitunter wäre das nicht angenehm für uns.
- Gott ist ein verborgener Gott (deus absconditus) und ein Gott, der sich offenbart (deus revelatus). In seiner Offenbarung verbirgt er sich. Gott in Reinkultur – das könnten wir nicht aushalten. Deshalb auch spricht die Bibel in Bildern und Gleichnissen.
- In der Fußnote zu 14,9 gibt es den Verweis auf Offb. 11,15: „ Es sind die Reiche der Welt unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
- Dennoch gibt es Situationen, in denen wir uns wünschen, daß Gott sich mehr zeigt.
- Schon Jesus hat auf solche Erwartungen geantwortet: Ihr wünscht mehr Zeichen. Doch es kommt auf den Glauben an.

- Schrecklich, daß wir uns so missverstehen, etwa mit den Moslems.
- Im Iran gibt es durchaus solche Zeichen. Bekehrungswelle.
- Das ist gefährlich.
- Aber noch gefährlicher, sich nicht zu bekehren.
- Die Moslems wollen uns zu ihrem Glauben bekehren, wir sie zu unserem.
- Man kann niemanden mit Zwang bekehren.
- Karl der Große hat Heiden auch mit Zwang bekehrt.
- Ohne das wären wir vielleicht heute nicht so weit.
- Wenn die Christen nicht verfolgt worden wären in Jerusalem, hätten wir von der Botschaft nichts mitgekriegt.
- Die Mission ist nicht allein wegen der Verfolgung geschehen.
-Verfolgung hat Schub gegeben.
- Spruch aus der Zeit der alten Kirche: „Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche“. Der Druck hat gefestigt.
- In der DDR hat es nicht so geklappt.
- Christen in der DDR und Tschechei haben sich aufgegeben. Ganz anders im übrigen Ostblock. In Russland und Rumänien etwa ist das Christliche nach der Wende erstarkt. Die Menschen haben im Sozialismus dennoch innerlich geglaubt. Danach war es auch äußerlich wieder möglich. Aber in der DDR und in der Tschechei haben viele Christen ihren Glauben auch innerlich abgelegt. Auch bei uns und in unserer Zeit besteht die Gefahr, daß Christen sich aufgeben. Dann kann das Ganze kippen.
- Nicht nur pessimistisch sehen. Gott wird seinen Geist ausgießen und Großes bewirken. Wir sollten vertrauen, daß wir immer mehr werden und nicht weniger.
- Ich bin in dieser Sache „pessimistischer“. Die Schrift spricht von der kleinen Herde und zeigt auf, daß es am Ende immer weniger wird. Von einem großen Aufbruch am Ende berichtet sie nicht.

- Jesus in seinen Endzeitreden: Wehen vor der Geburt. Was wird geboren?
- Die neue Welt.
- Dein Reich komme. Das ist das 1000-jährige Reich. Diese Erde kann nicht kaputtgehen.
- Aber einiges geht schon kaputt.
- Siehe auch Sacharja, der von großen Zerstörungen berichtet.
- Es ist erschreckend, daß der Mensch die Fähigkeit hat, die Erde etwa siebenmal zu zerstören.
- Aber auch: es werden Schwerter zu Pflugscharen gemacht. Manchmal habe ich die Schnauze voll und sage: Komm, Herr, und hol mich.
- Wir haben Gottes Rüstung.
- Aber wir ziehen sie nicht an.

-War auf einer Tagung von der Christus Bewegung im Norden, zum Thema „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen“. Referenten: u.a. Peter Hahne, Ulrich Parzany. Die haben Mut gemacht. Nicht resignieren, Leute ansprechen. Wir können nichts verlieren.
- Eine Person zu mir: Bin froh, daß alles vorbei ist (auf Weihnachten bezogen). Meine Antwort: Ich bin froh, daß alles anfängt.
- Das Beste kommt noch.

L i e d : 489, 1 -2 Gehe ein in deinen Frieden

V a t e r u n s e r

Nächstes Treffen am 26. Febr. Rückschau auf die Tagung "Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen

Vorschläge für weitere Themen:
Apostelgeschichte
Prediger Salomo
Roger Liebi: Europa am Abgrund
Bibelkunde, Geschichte der Bibel
Wie lebe ich als Christ

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